Controlled Death / Rudolf Eb.er - Death Ceremonies

Strichcode: 0641871745562
Normaler Preis $24.99
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Produktdetails
  • Strichcode 0641871745562
  • Genre Industrielärm
  • Label Cold Spring Records
  • Zustand
    • Neu

Death Ceremonies ist eine unheilige Allianz zwischen zwei Titanen des extremen Noise-Undergrounds: Controlled Death (das Alter Ego von Maso Yamazaki, Gründer des legendären Japanoise-Projekts Masonna) und Rudolf Eb.er, dem Schweizer Provokateur hinter der Schimpfluch Gruppe und ihren berüchtigten Sound-Action-Ritualen. Ursprünglich in den späten 1990er Jahren während einer fruchtbaren Phase der Zusammenarbeit zwischen den beiden in Osaka ansässigen Künstlern konzipiert, manifestiert sich dieses lange schwelende Projekt nun als eine erschütternde, 180-Gramm-Vinyl-Veröffentlichung, limitiert auf nur 400 Exemplare – ein Dokument der klanglichen Nekromantie, getränkt in Fäulnis, Ritual und Ruin.

Wo Masonna manische Energie in explosive Noise-Ausbrüche kanalisierte, kehrt Controlled Death nach innen – versinkt in erstickendem Minimalismus und bedrückender Angst. Auf Death Ceremonies zaubert Yamazakis Korg MS-20 Analog-Synthesizer höhlenartige Drones, die wie verwesendes Fleisch pulsieren, während seine verzerrten Stimmbeschwörungen – halb Gebet, halb Exorzismus – von Entfremdung und fiebriger Paranoia triefen. Sein Beitrag strahlt Unbehagen aus: ein langsamer Abstieg in psychotropische Dunkelheit, jeder Ton zitternd vor existenzieller Spannung.

Im Kontrast und doch in perfekter Balance bringt Rudolf Eb.er seine einzigartige Mischung aus akustischem Horror und aktionistischem Ritual ein. Er zersägt eine fast tote Geige zu splitternden Harmonien, überlagert sie mit Feldaufnahmen, rituellem Klappern und degradierten Bandmanipulationen, die schiefgelaufene Waldzeremonien hervorrufen – obskure Hexerei, die von unsichtbaren Kräften ausgeführt wird. Das Ergebnis ist ein Klangtheater des Verfalls: Death Industrial von seiner taktilsten, erstickendsten und organischsten Seite, wo der Klang selbst zu zerfallen scheint.

Das Album begnügt sich nicht damit, nur zu schockieren oder zu überwältigen – es beschwört einen Raum, der sich heimgesucht, zeremoniell und auf verstörende Weise heilig anfühlt. Jeder Klang ist bewusst gewählt: das Zischen des Bandes, das Kratzen des Bogens, das tiefe Brummen analoger Maschinen. Gemeinsam kanalisieren Controlled Death und Rudolf Eb.er die ursprüngliche Essenz von frühem Black Metal, industriellem Ritualismus und Post-Mortem Ambient und reduzieren sie auf rohe, abjekte Klangmaterie.

Death Ceremonies gilt als eine der dunkelsten und verstörendsten Kollaborationen in der Diskografie beider Künstler und vereint die viszerale Extremität der japanischen Noise-Tradition mit der europäischen rituell-industriellen Sensibilität. Dies ist kein Album, das man beiläufig hören sollte – es ist als Abstieg zu erleben: eine Initiation in Verfall, Paranoia und Reinigung durch Lärm.

Edition von 400 Exemplaren auf 180-Gramm-Vinyl.

Für Fans von: Brighter Death Now, Sutcliffe Jugend, Atrax Morgue, The Rita, M.B., SPK, Trepaneringsritualen und frühen Cold Meat Industry Veröffentlichungen.