Tarnung - Graustufen

Strichcode: 4047179928311
Normaler Preis $29.99
Format
Produktdetails
  • Strichcode 4047179928311
  • Genre Synthiepop
  • Label Bureau B
  • Zustand
    • Neu

Wir schreiben das Jahr 2015: eine Retrowelle jagt die nächste. Synthpop ist angesagter denn je. Überall auf der Welt beziehen sich aktuelle Produktionen auf den Sound, der im wiedervereinigten Deutschland entstanden ist. Wo sind also die Originale – die Bands und Künstler jener Zeit – heute? Viele sind auf ‚80er-Partys lokaler Radiosender unterwegs. Andere investieren die Tantiemen aus ihren Backkatalogen in den Anbau von Bio-Gemüse. Nicht so Camouflage. Richtig – DIE Camouflage – die Meister der Traurigkeit, verpackt in elektronischen Songs. Rückblende: In den späten 1980er-Jahren waren Heiko Maile, Oliver Kreyssig und Marcus Meyn Schüler mit Synthesizern und einem scharfen Gehör für den musikalischen Zeitgeist. Es war eine Welt, die von Ängsten und apokalyptischen Szenarien, Nichtangriffspakten und Embargos beherrscht wurde. Der Kalte Krieg war fast vorbei; die Berliner Mauer stand noch. In dieser Landschaft entfesselten Camouflage ihre Musik: treibend, fordernd und so wunderschön traurig in ihrer Einladung, sich tanzend in der Ewigkeit zu verlieren. Die Band flog 1987 mit „The Great Commandment“ direkt aus dem kleinen Bietigheim-Bissingen bis in die Vereinigten Staaten. Ihre Musik kombinierte auf brillante Weise die eisige Coolness von Kraftwerk, den Pop von OMD und die melancholische Düsternis von Depeche Mode. Ihr Debütalbum „Voices & Images“ aus dem Jahr 1988 erreichte Platz eins der Billboard Dance Charts in den USA, und der Nachfolger „Methods of Silence“ aus dem Jahr 1989 fügte sich nahtlos in diesen Schwung ein. Mit der Single „Love Is a Shield“ schufen Camouflage ein Hit-Juwel, das noch heute Tanzflächen und Radiosender weltweit schmückt. Seitdem ist viel auf dem Planeten passiert, und die Band hat einen langen Weg zurückgelegt, der alles andere als geradlinig war. In den 90er-Jahren spielten sie mit Stilen und Produzenten und experimentierten. Die Plattenfirmen setzten unterdessen auf andere Pferde, die die Trends schneller jagen konnten. „Das ist Showbusiness“, dachte die Band, während sie unbeirrt weiter Platten aufnahm und die Welt von Russland bis Mexiko bereiste, dabei stetig ihre Fangemeinde erweiterte. Die Versuchung, sich der Nostalgie hinzugeben, war bei dieser Band immer sehr gering, daher ist es keine Überraschung, dass Camouflage nun mit „Greyscale“ ein Album vorlegen, das sowohl musikalisch als auch textlich auffallend aktuell und überzeugend ist. Mit einem Auftritt von Peter Heppner (Wolfsheim).